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Willkommen auf meiner Autorenseite zur "Guaifenesintherapie"

Zu meinem 70. Geburtstag
Zu meinem 70. Geburtstag

 

Mein Name ist Judith Dagota. Mit Hilfe dieser Website möchte ich Ihnen drei meiner Bücher vorstellen, die sich alle mit der Krankheit Fibromyalgie beschäftigen.

Ich hatte das große Glück, in dem Jahr als meine Bettlägerigkeit begann, die Guaifenesintherapie von dem kalifornischen Endokrinologen Prof. Dr. Amand kennenzulernen. Es gelang mir mit Hilfe dieser Therapie, ständige Verbesserungen meines gesundheitlichen Zustandes zu erreichen. Jetzt bin ich im achten Jahr dieser Therapie und benötige schon seit über 3 Jahren keinerlei Schmerzmittel mehr. Obwohl ich in diesem Jahr bereits 70 Jahre alt wurde, habe ich wieder Freude am Leben und genieße meinen Lebensabend.

Das Ende September 2011 veröffentlichte Fibromyalgiebuch schrieb ich gemeinsam mit einer guten Freundin und ebenfalls Betroffenen dieser Leben zerstörenden Krankheit.

Wir gaben ihm den Titel "Die Umkehrung der Krankheit 'Fibromyalgie' & Mein Weg in die Schmerzfreiheit".

Ich lade Sie nun ein, mich ein Stückchen meines Lebens zu begleiten und auf diese Weise diese heimtückische Krankheit näher kennenzulernen - oder sich als Selbstbetroffene auf den Stationen meines Lebens in vielen Bereichen wiederzuerkennen.

Unsere aktuelle Buchneuerscheinung "Umkehrung der Krankheit Fibromyalgie"
Unsere aktuelle Buchneuerscheinung "Umkehrung der Krankheit Fibromyalgie"

 

 

 

 


Leseproben:

 

 

 

 

Vorwort

 

Mit Freude und Dankbarkeit schreibe ich das Vorwort zu diesem Buch. Auch ich bin eine von den vielen Fibro-myalgiebetroffenen in Deutschland mit jahrelangen Ärzteodysseen. Alle gängigen Behandlungsmethoden, einschließlich vier Op's bei Prof. Bauer brachten mir persönlich keine Linderung meiner zahlreichen Beschwerden. Die Krankheit verschlechterte sich zusehend und trieb mich in tiefe Verzweiflung und Depressionen. Ich musste meinen geliebten Beruf als Erzieherin schmerzbedingt aufgeben und mein Hauptaufenthaltsort wurden meine Wohnung, Bett und Sofa.

Durch Zufall erfuhr ich dank Internet von der Guaifenesintherapie nach Dr. St. Amand. Ich war austherapiert, hatte nichts mehr zu verlieren und ergriff diese letzte Chance. Sechs Monate später fand ich das Forum Contra-dem-Schmerz, welches 2004 von der Autorin des vorliegenden Buches, ebenfalls eine Selbstbetroffene gegründet wurde. Ich las ihre und auch die Fortschritte der Mitglieder. Ja, ich war anfangs skeptisch, schon zu viele hatten mir Linderung oder gar Schmerzfreiheit versprochen. Aber als ich Judiths Leidensweg gelesen hatte, wurde sie schnell mein Vorbild. Ich dachte: „Wenn sie heute schmerzfrei ist, kann ich es auch schaffen." Heute nach dreijähriger Therapiezeit geht es mir schon viel besser und ich bin eine der Mitmoderatorinnen in ihrem Forum geworden. Wir widmen uns mit Leidenschaft der Weitergabe dieser hoffnungsvollen Therapie. Judith begann diese mit 63 Jahren und vollendete nun im August 2011 ihr 70. Lebensjahr. Ihr größter Wunsch ist es, Dr. St. Amand persönlich für diese großartige Chance zu danken. Wir Moderatoren baten deshalb Dr. St. Amand um eine Grußbotschaft zu ihrem Geburtstag. Er willigte gerne ein. Ich möchte hier den Text dieser Grußbotschaft weitergeben. Denn nicht nur Judith, das Geburtstagskind auch viele unserer Mitglieder und Familienangehörige waren tief gerührt von Dr. St. Amands Geburtstagsgruß: 

 

"Ein Vogel flog von Deutschland nach Los Angeles und erzählte mir, dass du deinen 70. Geburtstag begehen wirst. Da ich die Vogelsprache beherrsche, verstand ich die Botschaft ohne Übersetzer. Du bist jemand, der sich der Hilfe für Fibromyalgiker in Deutschland gewidmet hat. - Wir glauben, dass 15% der Frauen verschiedene Intensitäten dieser Leben zerstörenden Krankheit besitzen. Dafür bewundern wir aus tiefsten Herzen Menschen wie dich, die sich für die Hilfe dieser Menschen in Not einsetzen. Bitte nimm meine herzlichsten Glückwünsche zu deinem Geburtstag entgegen. Wir brauchen deine weitere Unterstützung. Die Welt hat zu wenige Sprachrohre dieser Qualität.

Dr. R. Paul St. Amand"

Dieser Aussage Dr. St. Amands möchte ich mich voll anschließen und unsere Mitglieder von Contra-dem-Schmerz bedanken sich bei Dr. Amand, aber auch bei Judith Dagota für ihre unermüdliche Arbeit für alle Fibromyalgiekranken auf dieser Welt.

Lassen Sie mich abschließend ein Zitat des amerikanischen Forumsmitgliedes Margaret Mead hinzufügen: „Ich habe keine Zweifel daran, dass eine kleine Gruppe von nachdenklichen, engagierten Bürgern die Welt verändern kann. Ja, es ist das Einzige, was es immer gibt.“ Birgit Latz


Inhaltsverzeichnis

 

1. Zur derzeitigen Situation der an Fibromyalgie

erkrankten Menschen in Deutschland                                       

 

2. Wie ich dazu kam, meine Krankheit in die

eigenen Hände zu nehmen                                                       

 

3. Ein erster Hoffnungsschimmer                                             

 

4. Meine Krankengeschichte                                                   

 

5. Verlauf meines Genesungsweges oder

Die Umkehr der Krankheit „Fibromyalgie“                              

 

a) Der Beginn meines Genesungsweges

b) Drei Jahre Guaifenesintherapie erfolgreich geschafft            

c) Vier Jahre Guaifenesintherapie erfolgreich geschafft            

d) Mein Jahresbericht nach fünf Jahren Therapiezeit                

e) Mein Jahresbericht nach sechs Jahren Therapiezeit              

f) Mein Jahresbericht nach sieben Jahren Therapiezeit

einschließlich Resümee                                                           

 

6. Wieso bewirkt die Guaifenesintherapie bei der

Krankheit FMS fortschreitend eine Schmerzfreiheit?                

 

7. Grundlegende Fragen und Antworten zur  Guaifenesintherapie

 

 

 


Schlusswort                                                                          

Quellenangaben                                                                   

Über die Autoren                                                                  

Weitere Informationen

 

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4. Meine Krankengeschichte

 

Wenn ich zurückblicke, erinnere ich mich wie viele andere Betroffene auch, bereits seit der Kindheit an etlichen Symptomen gelitten zu haben, die wir heute der Fibromyalgie zuordnen.

Als Kriegskind zwischen zwei Bombennächten zur Welt gekommen, war sicher meine vorzeitige Geburt auf den extremen Stress, dem Mutter und Kind ausgesetzt waren zurückzuführen. Mein großes Glück war, dass mich meine Mutti voll stillen konnte. Dennoch schien mein Immunsystem geschwächt - Hautentzündungen und eine schwere Mittelohrvereiterung bereits im Kleinkindalter deuteten darauf hin. Beide Erkrankungen manifestierten sich, so dass Beschwerden dieser Art mich Jahrzehnte lang begleiteten.

Im Alter von acht Jahren kamen die erwähnten „Wachstumsschmerzen“ hinzu. Meine Eltern nannten diese Beschwerden „Reißen". Einreibungen mit stinkenden Salben brachten kurzzeitige Linderung. Als ich zehn Jahre alt war, litt ich, vermutlich durch sexuellen Missbrauch ausgelöst, unter ständigen Einschlafstörungen und wohl infolgedessen unter täglichen Kopfschmerzen. Solche Symptome ärztlich behandeln zu lassen, war zu jener Zeit nicht üblich. Ein eigenartiger Drehschwindel, der mich des Nachts während des Drehens im Bett überfiel und mich blitzartig zum Aufsitzen zwang, war ein weiteres Symptom.

 

Mit zwölf Jahren überkamen mich nach dem Essen die ersten Symptome von belastendem Völlegefühl und zeitweiliger Übelkeit mit Blähungen. In diesem Zeitraum grasierten in unserem Ort die Masern. Auch da griff ich wohl voll zu, denn ich war gezwungen, doppelt so lange wie die übrigen Schüler dem Unterricht fern zu bleiben. Immer wiederkehrende Schmerzen und Entzündungen im Bereich der Harnorgane sowie häufige Stuhlverstopfungen belasteten mich ebenfalls.

- Im siebenten Kapitel dieses Buches können Sie unter der Fragestellung "Leidet mein Kind auch schon an Fibromyalgie?" folgende Erfahrungen Dr. Amand lesen:

„Bei den meisten Kindern beginnen die Schmerzen im Alter von 8 - 10 Jahren.

Ziehende Schmerzen in den Beinen werden oft als „Wachstumsschmerzen" abgetan. (Laut Dr. Amand ist Wachsen nicht schmerzhaft und Wachstumsschmerzen existieren nicht.) Sie sind meist das erste erkennbare Symptom der Fibromyalgie, ebenso Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen, evtl. schon Reizdarm, Blasen- oder Hautprobleme. Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, bei Mädchen Menstruationsprobleme, Verstopfung und Durchfall können sich einstellen.“

Ich bin selbst völlig überrascht, wie identisch doch meine Anfangszeit der Fibromyalgie und auch meine Kindheitssymptome dem gleichen, was Dr. Amand innerhalb seiner jahrelangen Praxistätigkeit feststellen konnte. -

 

Besonders ungern erinnere ich mich an laufende Fußprobleme, die sich auch nach dem Tragen von Einlagen nicht besserten. Wir schoben diese Schmerzen auf das schlechte Schuhwerk, welches uns damals nur zur Verfügung stand. Diese Beschwerden, die ich zunächst nur in den Gelenken der Füße hatte, breiteten sich, als ich 16 Jahre alt war, auch auf die Hände, Beine und Arme aus. So bekam ich seit diesem Zeitraum immer wieder und ohne ersichtlichen Grund stark geschwollene, gerötete und heiße Kniegelenke. Die begleitenden Schmerzen waren zum Glück erträglich. Bewegungsschmerzen und „Reißen" linderte ich nun meist erfolgreich mit Wärmeanwendungen. Auch Sehnenscheidenentzündungen plagten mich häufig wiederkehrend. Doch wegen all der genannten Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, hielten meine Eltern zur damaligen Zeit nicht für notwendig, auch lag der gesamte Gesundheitsbereich aufgrund der Folgen des Krieges und der Nachkriegszeit noch sehr im Argen. So war es üblich, mäßig stark verlaufende Krankheiten mit Hausmitteln selbst zu behandeln oder einfach zu ignorieren.

Während ich nach meiner ersten Mittelohrvereiterung im Kleinkindalter immer wieder unter Ohrenschmerzen und zeitweiliger Schwerhörigkeit zu leiden hatte, bekam ich mit sechzehn Jahren meine zweite, sehr schwere Mittelohrvereiterung. Im Nachhinein ist mir klar, dass ich unwahrscheinliches Glück hatte, nach diesem Infekt wieder zu genesen. Denn die gebliebene mittelschwere Störung des Gehörorgans ist wenig im Vergleich zu der Schwere des Verlaufs der Krankheit. Ich hätte damals eindeutig in ein Krankenhaus gehört, nachdem sich vierzehn Tage lang ständig neuer Eiter bildete, die Temperatur täglich über neununddreißig Grad anstieg und eine Kieferklemme die Nahrungsaufnahme sehr erschwerte. Ich habe damals gelernt, mit stärksten Schmerzen zu leben. Aber in meinem Elternhaus kannte man keine Wehleidigkeit und auch bei diesen Symptomen genügte ein einmaliger Arztbesuch. Dieser war nötig, um der Mittelschule zur Begründung meines Fehlens vom Unterricht einen Beleg vorlegen zu können.

 

Bis zur Volljährigkeit litt ich noch zweimal an Infekten, die eitrige Mittelohrentzündungen verursachten, aber niemals wieder von derartig extremer Schwere. Außer einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung, behandlungsbedürftigen Durchblutungsstörungen, leichte depressive Verstimmungen und intensive Schmerzen bei den Regelblutungen schien mich jedoch diese Altersstufe vor weiteren Symptomen der Fibromyalgie zu verschonen.

(Einen derartigen Symptomverlauf bezeichnet Dr. Amand als erstes Stadium der Krankheit Fibromyalgie)

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5. Verlauf meines Genesungsweges

 

a) Der Beginn meines Genesungsweges

 

Nach anfänglich erwarteter und auch eingetretener Erstverschlimmerung zeigen sich zunächst nach etwa 8 Wochen winzige Erfolge bei der Verbesserung meiner depressiven Stimmungen. Es sind minutenlang auftretende Glücksmomente, die wie aus heiterem Himmel und völlig überraschend über mich kommen. Sie reißen mich aus meiner Lethargie, weisen mir kurzfristig den Weg zu einem längst vergessenen Gefühl der Lebensfreude. Gerade so als würde ich aus dem tiefsten Schattendasein auf die Sonnenseite des Lebens getragen, fühle ich, wie dieses allumfassende Glück meinen gesamten Körper durchdringt und meine Seele erwärmt.

 

Als Nächstes fühle ich stundenweise Verbesserungen von Lebensmut, Kraft und Energie. Diese Beobachtung macht mich überglücklich. Dann, ganz allmählich findet eine Linderung in allen Schmerzbereichen statt.

 

Die Entzündungen im Harnblasen-, Vaginal- und Analbereich beginnen ganz langsam abzuheilen, treten aber auch während der folgenden Jahre sporadisch immer wieder auf.

 

Der Schlaf verbessert sich insofern, dass ich nicht immer wieder von nächtlichen starken Schmerzzuständen aufgeweckt werde.

Die morgendlichen Schmerzen bleiben allerdings erhalten. Lindern lassen sie sich aber von nun an durch eisiges Duschen nach den täglich noch im Bett durchgeführten Beckenbodenübungen. Diese führte ich auch während meiner schmerzhaftesten Zeit regelmäßig durch, um nicht völlig meiner Schwäche zu erliegen. Im Laufe des Vormittags lassen nun die stärksten Schmerzen größtenteils nach, so dass ich im weiteren Verlauf des Tages immer häufiger schmerzfrei bin.

 

Meine Lebensenergie steigert sich weiterhin, wenngleich auch nur langsam. Meine Stimmungen verändern sich stundenweise von mäßig bis stark depressiv bis hin zu optimistischen Glücksgefühlen. Dieser Zustand hält etwa ein halbes Jahr an, dann wechseln die Zustände wochen- bis tageweise zwischen guten und schlechten Zeiten. Hier muss ich allerdings hinzufügen, dass die Schmerzzeiten niemals mehr den schlimmsten Zustand vor der Guaifenesintherapie erreicht haben.

 

Mit viel Geduld und konsequentem Einhalten der Therapieanleitung gelingt es mir, nach zweijähriger Therapiezeit immer mehr, frühere Arbeits- und Betätigungsbereiche wieder aufzunehmen. Allerdings darf ich mich sowohl vom Zeitfaktor als auch vom kräftemäßigen Einsatz her nur sehr begrenzt einbringen. Ansonsten folgen unweigerlich mehrere Tage mit sehr starken Schmerzen der überbelasteten Körperregionen.

Diese zwar langsamen, aber ständig fortschreitenden positiven Veränderungen meines Gesundheitszustandes lassen mich sehr hoffen, dass auch ich in weiteren ein, zwei Jahren größtenteils schmerzfrei sein werde.

Nun versuche ich wieder, den berühmten Spruch des französischen Apothekers Emile Coué, welchen mir die Geistheilerin empfahl „Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser!“ für meine Genesung unterstützend einzusetzen. Jedoch kann ich diesen Spruch in dieser konkreten Aussage nicht akzeptieren. Erst als ich ihn zu mir passend verändere: „Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer ein kleines bisschen besser und besser!“ ist dies für mich eine wahre Aussage und ich wende ihn über zwei Jahre täglich an.

 

Ich möchte noch weitere Verbesserungen, die sich innerhalb der ersten zwei Jahre einstellten nennen:

Vor Beginn der Guaifenesintherapie vertrug ich keinerlei Sonne mehr. In früheren Jahren genoss ich wie die meisten jungen Menschen voller Genuss das Sonnenbaden. Nun durfte ich gar nicht mehr aus dem Schatten heraus, weil ich in kürzester Zeit schmerzhafte Verbrennungen bekam. Da nützte auch kein Eincremen mit sehr hohem Lichtschutzfaktor. Nach dem ersten Therapiejahr waren die Verbrennungen wesentlich geringer, ich konnte auch mal kurzzeitig in die Sonne. Und nach zwei Jahren Therapiezeit verfärbte sich meine Haut nach anfänglicher Rötung wieder braun. Im Urlaub verwendete ich wegen der vielen Mücken das Mittel Azaron before für europäische Länder. Dieses hatte außerdem einen LSF 5, also nicht viel, aber das reichte tatsächlich aus, um mich vor einem Sonnenbrand zu schützen. Solche kleinen, aber offensichtlichen Erfolge machten mir sehr viel Hoffnung und mein Vertrauen zur Guaifenesintherapie trug wesentlich dazu bei, meine stark angeknackste Psyche wieder zu kräftigen.

Ähnliches geschah, als meine Frisöse feststellte, dass sich meine Haare völlig verändert hätten; sie waren dicker geworden und mein Alter wurde durch kein weißes Haar verraten.

 

Die trockene Haut an Armen und Beinen hatte ich nach wie vor, aber im Gesicht traten kaum noch Pickel auf. Das Gehen war um vieles besser geworden, auch kam ich nun schon ohne große Mühe die Treppen herauf. Besondere Freude bereitete es mir, dass ich immer häufiger mit meinem kleinen Yorki nach fetziger Musik herumtanzen konnte, so wie ich dies für mein Leben gern in jungen Jahren mit meinen Kindern getan hatte.

 

Wenn ich zurückdenke, so habe ich vor Augen, dass ich vor zwei Jahren meinen Haushalt nicht mehr allein schaffte. Ich erinnere mich, wie mich das Entsetzen überfiel, weil ich mich nach dem Staubwischen stets für längere Zeit hinlegen musste, weil mich schwere Schwächezustände völlig niederdrückten. Nach zwei Jahren Therapiezeit machte ich schon wieder vieles im Haushalt selbst. Tätigkeiten, bei denen wir allerdings wussten, dass sich durch die überdehnten Bänder Blockierungen einstellen könnten, wie dies oft nach dem Staubsaugen geschah, übernahm weiterhin mein Mann.

Auch mein Gedächtnis hatte sich fast schon wieder normalisiert, er funktionierte nun um vieles besser, als noch vor 5 Jahren, als ich 60 wurde.

 

Zahnschmerzen, wie wir Fibros sie kennen, also ohne Befund habe ich des Öfteren noch, aber auf heiß und kalt reagierte ich bereits wieder normal. Ich konnte ja vorher meinen Kaffee nur noch lauwarm trinken.

Die Zahnfleischentzündungen sind um vieles seltener geworden, jahrelang waren sie ständig vorhanden.

 

Die Erschöpfung und Tagesmüdigkeit haben sich erfreulicherweise sehr zum Positiven verändert. Ich muss mich am Tage viel seltener hinlegen, und dann auch nur einmal am Tag.

Vor 5 Jahren waren meine Hauptaufenthaltsorte das Bett oder das Sofa.

 

Was mich noch etliche Jahre belastete, waren die morgendlichen Schmerzen am ganzen Körper, so dass ich mich dann wie eine uralte Frau bewegte. Bei stärkerer Belastung traten diese Schmerzen auch nach den zwei Therapiejahren noch auf. Das bedeutete also für mich, sehr genau auf meinen Körper zu achten und schon leichte Belastungs- oder Erschöpfungsanzeichen sehr ernst zu nehmen.

Verhielt ich mich aber wie jahrelang zuvor auch und ignorierte die Hinweise meines Körpers, überließ also meinem Willen die Entscheidung, wann eine Ruhepause einzulegen sei, dann zahlte sich diese Überforderung stets mit starken Schmerzen über etliche Tage aus. Leider ertappte ich mich besonders während der ersten zwei Jahre innerhalb einer schmerzärmeren Phase trotz dieser zu erwartenden Schmerzen immer wieder dabei, wie ich bereit war, mich zu überfordern. Mit dem Gendefekt zu leben und den Körper allmählich in die Schmerzfreiheit führen zu können, bedeutet in erster Linie Rücksicht zu nehmen auf das Energiedefizit, welches uns Fibros in die Wiege gelegt wurde. Nur dann können wir wirklich völlig frei von Fibromyalgieschmerzen werden.

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7. Grundlegende Fragen und Antworten zur Guaifenesin-

therapie – u.a. aus einem Interview mit Dr. Amand  

 

 

Leidet mein Kind auch schon an Fibromyalgie? Wenn ein Eltern- oder Großelternteil von diesem Gendefekt betroffen ist, sollte man sehr wachsam sein. Wie schon erwähnt, ist die Krankheit vererbbar. Dr. St. Amands Vater war betroffen, er selbst und seine drei Töchter und ein Enkelkind leiden an diesem Defekt. Er behandelt mittlerweile vier Generationen und blickt auf weit über 50 Jahre Erfahrung zurück.

Kinder können schon in einem sehr frühen Alter zyklieren, sogar schon in der Vorschulzeit. Kleine Kinder können noch nicht sagen, wo es ihnen wehtut, aber zyklisch auftretendes Quengeln, Weinen und gereizte Stimmung können schon Anzeichen sein. Ziehende Schmerzen in den Beinen werden oft als „Wachstumsschmerzen" abgetan. Sie sind meist das erste erkennbare Symptom der Fibromyalgie, ebenso Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen, evtl. schon Reizdarm, Blasen- oder Hautprobleme. Bei den meisten Kindern beginnen die Schmerzen im Alter von 8 - 10 Jahren. Sie kommen und gehen ohne festes Schema und können für ein paar Jahre oder Monate wieder kommen, also noch sporadisch. Laut Dr. Amand ist Wachsen nicht schmerzhaft und Wachstumsschmerzen existieren nicht. Vor der Pubertät sind gleich viele Jungen und Mädchen betroffen, denn Muskeln und Knochen der Teenager nehmen große Mengen an Phosphat auf. Beide nehmen an Masse zu, die Jungen werden meistens größer. Sie nehmen wahrscheinlich mehr Phosphat auf, als sie ausscheiden können, aber plötzlich kann ihr Körper jedes bisschen verwerten. Viele Kinder schreckt sportliche Betätigung ab, da Muskelschmerzen folgen. Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, bei Mädchen Menstruationsprobleme, Verstopfung und Durchfall können sich einstellen. Untersuchungen von Dr. Amand ergaben, dass bei 96 Prozent der Kinder die Muskeln der linken Seite, des Nackens, der Schulter und zwischen den Schulterblättern geschwollen sind. Die Innen- und Außenseite der Ellbogen sind bei allen Kindern betroffen. Die Behandlung bei Kindern ist auf Nachfrage bei Dr. Amand identisch mit der Behandlung von Erwachsenen, jedoch verläuft die Umkehr wesentlich schneller, da noch keine großen Phosphatmengen eingelagert sind. Bei Schulkindern beginnt man die Behandlung am besten in einer stressfreien Zeit z.B. in den Ferien. Man muss vom jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass unsere Ärzte in Deutschland keine Ahnung von „Kinderfibromyalgie" haben und einige sogar vehement bestreiten, dass diese Krankheit schon im Kindesalter ausbrechen kann. Zitat von Dr. Amand (1. Buch): „Meine drei Töchter erlebten ihre ersten Zyklen jeweils im Alter von 11, 13 und 16 Jahren. Bei den beiden Söhnen meiner Mitautorin Claudia wurde die Diagnose vor dem 7. Lebensjahr gestellt, dem Alter, als wir ihre Behandlung anfingen."

             

Weitere Leseproben auch unter:

 

http://www.amazon.de/Die-Umkehrung-Krankheit-Fibromyalgie-Schmerzfreiheit/dp/3842382944/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1318427727&sr=1-4

 

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