1. Leseprobe:

 

Auszug aus dem Buch „Fluch der Kindheit" eine Lebensgeschichte der Autorin
 
Ein verhängnisvoller Badetag                                                                   ( Judith Dagota )

Als Judith in die zweite Klasse kam, hatte sie schon einen großen Freundeskreis. Gern stromerten die Kinder an dem sich durchs Dorf schlängelnden Bach entlang. Und im Sommer verstand es sich von selbst, dass dieser breite Bach, über den sich etliche Brücken streckten, zum Baden genutzt wurde. Oft reichte sein Wasser den Badenden jedoch kaum bis zum Knie. Da entstand natürlich bei sommerlichen Regengüssen, die sich zu jener Zeit viel öfter als heutzutage über das Land ergossen, eine äußerst freudige und ausgelassene Badestimmung.  
Und an so einem Tag begann sich das Leben der kleinen Judith schockierend zu ändern und ein einziger Alptraum zu werden!
Es war wieder einer der erwähnten Regengüsse vom Himmel gekommen, gerade als die letzte Schulstunde begann. Kaum bimmelte die Glocke zum Schulschluss, da rannten die Kinder wie von einer Tarantel gestochen heimwärts. Klaus, der Klassenkamerad vom Nachbarhaus lief, Judith hinter sich herziehend, die elterliche Steintreppe hinauf, warf seinen Ranzen in die Ecke, zog sich in Windeseile Hemd und Hose aus. Schon stand er in Badehose vor seiner Schulfreundin: „Los komm, nun zu euch! " Weiter ging die wilde Jagd, rein ins alte Lehmhaus; auch hier flog der Schulranzen in die Ecke.
Dann schnappte sich Judith ihren Badeanzug aus dem Schrank und stand dem Freund an Tempo beim Umziehen in nichts nach; kaum, dass die beiden wahrnahmen, wie die Gardine zur Seite geschoben wurde und ein Jungenkopf durchs offene Fenster hereinschaute, sausten sie auch schon wieder aus dem Haus. Keine zweihundert Meter weit und beide standen überglücklich mit anderen Jungen und Mädchen  in einer Wassermasse, die der kleinen Judith fast bis zum Bauch reichte. Und noch immer stieg das Wasser im Bach. Das war ein Quietschen und Schreien, wie es das Dörfchen wohl selten bei einer Wasserschlacht erlebt hatte.  
Abgekämpft, die langen Flechten triefend vor Nässe, aber überaus gut gelaunt, trollte sich das Kind am späten Nachmittag in Richtung des alten Lehmhauses.
Während sich Judith die nassen Sachen abstreifte und ihren Körper in ein wuschelig weiches Frotteetuch hüllte, überrollte sie ein Kälteschauer, der von einer abergläubigen Person sicher als böse Vorahnung gedeutet worden wäre. Denn als sie sich zitternd das kurze Leinenhemdchen überstreift, wird sie plötzlich von hinten gepackt. Zu Tode erschrocken schaut sie beim Umdrehen direkt in die ihr unheimlich erscheinenden Augen des großen Bruders: „So, jetzt habe ich dich erwischt! Du hast dich vor deinem Freund nackig ausgezogen. Wenn ich das Mutti erzähle, wirst du nichts mehr zu lachen haben! " Vor Furcht die Augen weit geöffnet stottert sie : „Aber, ich habe mich doch bloß.... ." Böse lachend unterbricht er sie: „ Das sah aber ganz anders aus. Mal sehn, wem Mutti und Vati mehr glauben! " Entsetzt zuckt sie beim Erwähnen des Vaters zusammen: „ Bitte, bitte, sag doch nichts! " - „Was bekomme ich dafür? " -  „Was du möchtest! "

Der vierzehnjährige Bruder stillte seine Neugierde, indem er ihr Hemdchen hob, sie, wie schon einmal im Keller, untenherum betatschte, ihr befahl, sich hinzulegen um ihr die dürren  und zitternden Beine zu spreizen. Dann trieb er seinen Finger weit hinein in ihre Scham, so, dass sie vor Schmerzen laut aufschrie.

Und hiermit begibt sich die fast sechs Jahre jüngere Schwester  in die Macht ihres großen Bruders und erst nach über acht Jahren findet sie endlich so viel Mut, um sich gegen diesen aufzulehnen. Der seelische Schaden ist, wie später die Psychotherapeutin richtig erkennt, nicht mehr reparabel.



 Zum Glück der Kleinen quietschte da die Hoftür; die Mutter kam von der Feldarbeit zurück. Der Bruder stürzte mit den Worten: „Schnell, zieh dich an! " auf den Hof und lenkte die nichtsahnende Frau mit einem Gespräch über eine bevorstehende Elternversammlung ab. Nach einer ganzen Weile  kamen Mutter und Sohn ins Zimmer. Das Mädchen saß über eins ihrer Schulhefte gebeugt.
In dieser Nacht fiel das Kind erst in den frühen Morgenstunden in einen von Alpträumen belasteten Schlaf.

Eine Betroffene schildert ihre Lebensgeschichte in einer jetzt veröffentlichten Biografie, dem Buch "Fluch der Kindheit" von Judith Dagota.

Cornelia Goethe Literaturverlag Frankfurt am Main, ISBN 3-86548-392-5


Geschrieben für EUCH, die Ihr im Verborgenen leidet!




Eine wahre Begebenheit - niedergeschrieben von Judith der Hauptfigur dieser Lebensgeschichte. Die Handlung entspricht dem wirklichen Geschehen, die Namen sind frei erfunden......

Die junge, bisher erfolgreiche Lehrerin sitzt völlig zusammengebrochen im Kreise ihrer Therapiegruppe. Entsetzt schauen die Mitpatienten auf die junge Frau, deren gestammelte Worte mehr erahnt als verstanden werden: „ Mir ist als sei ich ein Kind, höchstens zwölf Jahre alt. Das Unterrichten ist mir unerträglich! " Ein junger Mann sagt betroffen: „ Meine Tochter ist neun, wenn ich die Beiden vergleiche scheint Judith höchstens acht Jahre zu sein!" Entsetzt zuckt die junge Lehrerin zusammen. Vor ihren Augen erscheint ein Gesicht - wollüstig und geil, dort in dem dunklen kleinen Lehmhaus......

Acht Jahre lang wurde das Kind von ihrem älteren Bruder sexuell missbraucht.

Niemandem kann das Mädchen seine Qual anvertrauen. - Neue Geborgenheit hofft Judith bei ihrer Jugendliebe zu finden. Doch die Ehe scheint zum Scheitern verurteilt. Die tiefen Veränderungen in Judiths gequälter Seele können Gegenwart und Vergangenheit nicht trennen. Wird eine psychotherapeutische Behandlung Abhilfe schaffen? Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis der Bruder nach seiner Scheidung der zweiten Frau ein „heiles" Familienleben vortäuschen will. - Es kommt zum endgültigen Bruch zwischen den Geschwistern. Doch eine tödlich verlaufende Erkrankung des Bruders bringt Judith abermals in arge Bedrängnis. „ Wenn du deinen Bruder noch einmal sehen und dich von ihm verabschieden möchtest, dann lass' uns bald zu ihm fahren. " - „ Nein, ich kann nicht! " , antwortet Judith ihrem betroffenen Ehemann. Noch eine Demütigung durch den Bruder könnte sie nicht ertragen. Diese würde die schwer depressiv Veranlagte endgültig in den mühsam verhinderten Suizid treiben. Voller Verzweiflung greift Judith zu einem letzten Strohhalm - abermalige Psychotherapie!

Der todkranke Bruder versteht es durch geschickte Manipulation ein allerletztes Zusammentreffen der Geschwister zu verhindern. Seinem letzten Willen fügt sich die neue Ehefrau. - „ Ich will nicht, dass meine Schwester, die mich während meiner Krankheit so vernachlässigte, an meinem Grab steht! "

Judith überwindet den Sog, der von dem Bruder auszugehen scheint, zwingt sich zum Weiterleben. Doch noch fehlt ihr die letzte Kraft um ein neues Leben ohne die Fessel, welche der Bruder um sie schlang zu führen. Ihre verhärmte Seele, ihr geschundener Körper zwingen Judith erneut sich ihrem Lebenskampf zu stellen.

Ich muss schreiben..........

um klar zu sehen - um zu verstehen, was da geschah - um zu erkennen, wer ich bin -

um mir und anderen Betroffenen zu helfen, das Leben so wie es ist zu akzeptieren und zu meistern. Deshalb muss ich meinen Weg gehen, meinen ganz persönlichen Weg mit seinen Leiden und Aufgaben. Beim Schreiben erlöse ich mich von all' den Bedrängnissen, die mein Leben zerstören - mich in den Suizid treiben wollen. Und ich schreie es für EUCH heraus:

„ Gebt Euch nicht auf! Denn so lange Ihr EUCH nicht aufgebt, seid Ihr nicht verloren! "

 

Öffne Deine Seele - und Du bist nie wirklich allein!

Novalis: Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums.

Auch Judith Dagota leidet schon viele Jahrzehnte an Fibromyalgie. Die ersten Symptome der Krankheit zeigten sich schon im Kindesalter.
Bereits 1994 vermutete Judith aufgrund beschriebener Informationen des vielseitigen Krankheitsbildes der Fibromyalgie, dass sie von der Krankheit betroffen sei. Ein Facharzt, der anhand der Tender Points ein entsprechendes Leiden vermutete, sagte ihr jedoch, die Fibromyalgie sei es nicht. Sie reagiere zwar auf die entsprechenden Schmerzpunkte, sei jedoch nicht der Typ für diese Krankheit. Und damit begann für Judith eine weitere 10 Jahre lange erfolglose Odyssee von Arzt zu Arzt, bis man endlich im Fachkrankenhaus für rheumatische Erkrankungen nach 10 langen, schmerzvollen Jahren die richtige Diagnose traf.


Ab sofort kann der Buchtitel bei Amazon.de bezogen werden, Preis: 18,40 Euro zuzüglich Versandkosten

Von diesem Buch wurden uns einige handsignierte Exemlare zur Verfügung gestellt, welche Ihr gleich hier bei uns bestellen könnt. Das Geld wird zur Finanzierung dieser Homepage und des Forum's verwendet. (20,00 Euro incl. Versandkosten)

Eine Betroffene schildert ihre Lebensgeschichte in einer jetzt veröffentlichten Biografie, dem Buch "Fluch der Kindheit" von Judith Dagota.

Cornelia Goethe Literaturverlag Frankfurt am Main, ISBN 3-86548-392-5


Geschrieben für EUCH, die Ihr im Verborgenen leidet!




Eine wahre Begebenheit - niedergeschrieben von Judith der Hauptfigur dieser Lebensgeschichte. Die Handlung entspricht dem wirklichen Geschehen, die Namen sind frei erfunden......

Die junge, bisher erfolgreiche Lehrerin sitzt völlig zusammengebrochen im Kreise ihrer Therapiegruppe. Entsetzt schauen die Mitpatienten auf die junge Frau, deren gestammelte Worte mehr erahnt als verstanden werden: „ Mir ist als sei ich ein Kind, höchstens zwölf Jahre alt. Das Unterrichten ist mir unerträglich! " Ein junger Mann sagt betroffen: „ Meine Tochter ist neun, wenn ich die Beiden vergleiche scheint Judith höchstens acht Jahre zu sein!" Entsetzt zuckt die junge Lehrerin zusammen. Vor ihren Augen erscheint ein Gesicht - wollüstig und geil, dort in dem dunklen kleinen Lehmhaus......

Acht Jahre lang wurde das Kind von ihrem älteren Bruder sexuell missbraucht.

Niemandem kann das Mädchen seine Qual anvertrauen. - Neue Geborgenheit hofft Judith bei ihrer Jugendliebe zu finden. Doch die Ehe scheint zum Scheitern verurteilt. Die tiefen Veränderungen in Judiths gequälter Seele können Gegenwart und Vergangenheit nicht trennen. Wird eine psychotherapeutische Behandlung Abhilfe schaffen? Alles scheint sich zum Guten zu wenden, bis der Bruder nach seiner Scheidung der zweiten Frau ein „heiles" Familienleben vortäuschen will. - Es kommt zum endgültigen Bruch zwischen den Geschwistern. Doch eine tödlich verlaufende Erkrankung des Bruders bringt Judith abermals in arge Bedrängnis. „ Wenn du deinen Bruder noch einmal sehen und dich von ihm verabschieden möchtest, dann lass' uns bald zu ihm fahren. " - „ Nein, ich kann nicht! " , antwortet Judith ihrem betroffenen Ehemann. Noch eine Demütigung durch den Bruder könnte sie nicht ertragen. Diese würde die schwer depressiv Veranlagte endgültig in den mühsam verhinderten Suizid treiben. Voller Verzweiflung greift Judith zu einem letzten Strohhalm - abermalige Psychotherapie!

Der todkranke Bruder versteht es durch geschickte Manipulation ein allerletztes Zusammentreffen der Geschwister zu verhindern. Seinem letzten Willen fügt sich die neue Ehefrau. - „ Ich will nicht, dass meine Schwester, die mich während meiner Krankheit so vernachlässigte, an meinem Grab steht! "

Judith überwindet den Sog, der von dem Bruder auszugehen scheint, zwingt sich zum Weiterleben. Doch noch fehlt ihr die letzte Kraft um ein neues Leben ohne die Fessel, welche der Bruder um sie schlang zu führen. Ihre verhärmte Seele, ihr geschundener Körper zwingen Judith erneut sich ihrem Lebenskampf zu stellen.

Ich muss schreiben..........

um klar zu sehen - um zu verstehen, was da geschah - um zu erkennen, wer ich bin -

um mir und anderen Betroffenen zu helfen, das Leben so wie es ist zu akzeptieren und zu meistern. Deshalb muss ich meinen Weg gehen, meinen ganz persönlichen Weg mit seinen Leiden und Aufgaben. Beim Schreiben erlöse ich mich von all' den Bedrängnissen, die mein Leben zerstören - mich in den Suizid treiben wollen. Und ich schreie es für EUCH heraus:

„ Gebt Euch nicht auf! Denn so lange Ihr EUCH nicht aufgebt, seid Ihr nicht verloren! "

 

Öffne Deine Seele - und Du bist nie wirklich allein!

Novalis: Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums.

Auch Judith Dagota leidet schon viele Jahrzehnte an Fibromyalgie. Die ersten Symptome der Krankheit zeigten sich schon im Kindesalter.
Bereits 1994 vermutete Judith aufgrund beschriebener Informationen des vielseitigen Krankheitsbildes der Fibromyalgie, dass sie von der Krankheit betroffen sei. Ein Facharzt, der anhand der Tender Points ein entsprechendes Leiden vermutete, sagte ihr jedoch, die Fibromyalgie sei es nicht. Sie reagiere zwar auf die entsprechenden Schmerzpunkte, sei jedoch nicht der Typ für diese Krankheit. Und damit begann für Judith eine weitere 10 Jahre lange erfolglose Odyssee von Arzt zu Arzt, bis man endlich im Fachkrankenhaus für rheumatische Erkrankungen nach 10 langen, schmerzvollen Jahren die richtige Diagnose traf.


Ab sofort kann der Buchtitel bei Amazon.de bezogen werden, Preis: 18,40 Euro zuzüglich Versandkosten

Von diesem Buch wurden uns einige handsignierte Exemlare zur Verfügung gestellt, welche Ihr gleich hier bei uns bestellen könnt. Das Geld wird zur Finanzierung dieser Homepage und des Forum's verwendet. (20,00 Euro incl. Versandkosten)

2. Leseprobe:

 

Auszug aus dem Buch „Fluch der Kindheit" eine Lebensgeschichte der Autorin
(Judith Dagota)

Unsere erste Bootsfahrt


„  ........Winkend und laut rufend standen Judith, Max und Toni wenige Tage später am Ufer der Elbe, um den Vater in seinem neu gekauften Boot in Empfang zu nehmen.         
Natürlich ließ auch die erste gemeinsame Fahrt nicht auf sich warten. Der Mond erinnerte zwar daran, dass die Kinder bald ins Bett gehörten. Doch eine kurze Mondscheinfahrt auf der Elbe war einfach zu verlockend. So stiegen denn alle in das kleine Boot und ab ging die Fahrt. Nach einem kurzen von lebhaftem Kreischen begleiteten Wende - Manöver fuhr Kay mit dem Boot zunächst stromaufwärts. „ Dann sind wir bei der Rückfahrt schneller wieder zu Hause. Denn  gegen die Strömung muss sich der Motor ganz schön quälen, " erläuterte Kay  seine Handlungsweise. Nachdem sich der Kahn mühselig drei km stroman gekämpft hatte, wendete der Vater zur Talfahrt. Durch den vom eigenen Motor produzierten Wellengang hopste das leichte Holzboot munter bald pfeilschnell werdend, stromab. „Schade! Jetzt sind unsere Wellen alle.- Aber guckt mal! Dahinten kommt ein großer Tanker! Der wühlt doch das Wasser immer besonders doll auf, da kommen bestimmt ganz fetzige Wellen! " ,rief das
begeisterte Mäxchen. Schneller als erwartet, kamen sich das riesige und das winzige Fahrzeug näher. Mit weit aufgerissenen Augen schauten die Vier auf den gewaltigen und monströsen Dettmar Tanker.
Judith rief ängstlich : „ Kay du bist zu dicht an diesem Riesenkahn,  du musst ihm mehr Platz machen! " -  „ Weiter ans Ufer kann ich nicht, sieh doch wie er vom Ufer das Wasser weg saugt! " Judith rief: „ Du meine Güte, von Weitem sieht das immer so harmlos aus, hoffentlich saugt der uns nicht unter sich! " Kay beruhigte seine Familienmitglieder. Doch so ganz ruhig wirkte auch er nicht. Endlich war das Monster vorbei; und nun türmte sich vor dem kleinen Kahn eine schäumende Wellenpracht. Laut jauchzten die Kinder als die erste Hürde genommen war. Doch die Freude wich sehr schnell abermaligem Herzklopfen. Das winzige Boot begann zu springen wie ein störrischer Esel. Immer höher hinauf und tiefer hinab hopste der kleine Kahn. „Haltet euch fest, jetzt kommt die größte Welle! Dann ist das Schlimmste überstanden, " spornte der Käpten seine Familie an. Eine riesige Bugwelle schlug über das Verdeck ins Boot hinein, benetzte die Insassen und entriss Judith einen lauten Schrei: „ Au, mein Kopf! " Nicht gerade zärtlich war eine Deckenverstrebung mit ihr in Kontakt getreten. Noch völlig aufgelöst schauten alle auf die Mutter, welche sich mit schmerzlich verzogenem Gesicht die schnell wachsende Beule rieb. Ihre drei „ Männer " wollten sich schier ausschütten
vor Lachen.
„ Lacht nicht über mich, guckt lieber links zum Ufer! Wir sind nämlich fast zu Hause, " maulte Judith daraufhin. Und dann, fast wie aus einem Mund erklang es: „ I - was ist denn das? Wasser im Boot! Unser Kahn ist leck! " Judiths Beule hatte völlig das Interesse verloren. Mit Büchse, Schwamm und den hohlen Händen schöpften alle vier das stetig steigende Wasser aus ihrem Kahn.
„ Max, hier nimm meinen Schwamm, da bekommst du mehr mit raus. Ich lenke jetzt das Boot ans Ufer, " wandte Kay sich an seinen Großen. Und mit Vollgas steuerte der in Seenot geratene Sportbootfahrer seine wasserdurchlässige Jolle ans nahe Ufer.
„Na, das ist ja noch einmal gut gegangen, " meinte Klein - Toni und der Papi fügte hinzu „ Hoffentlich hat der Tanker mit seinem starken Wellengang nicht zu großen Schaden angerichtet! Es ist eben kein neues Boot mehr. Na, morgen sehen wir mehr. "  
Doch das war ein Trugschluss. Sie sahen nichts - das Boot war weg! Verdutzte Blicke suchten den Strand ab.
Und gleich beratschlagten die Kinder, ob es geklaut oder abgetrieben sei. „ Nichts dergleichen, " sagte der Vater. Ich sehe nämlich die Bootsleine. " Und Judith fügte hinzu : „Und die ist straff! Du meine
Güte, das Boot liegt auf Grund! "
So sehr sie sich auch mühten, ihr kleines U- Boot bewegte sich keinen Meter vorwärts.
 

3. Leseprobe:

 

Auszug aus meinem Buch „Fluch der Kindheit", eine Lebensgeschichte der Autorin

(Judith Dagota)


 
Meine Gedanken sagten mir: „Nun lass’ die ständigen Ausreden, mach’ endlich Schluss!" 

 Und kurze Zeit später saß ich tatsächlich über diese wissenschaftliche Ausarbeitung. Ich spürte sehr bald, dass diese Beschäftigung auf meinen derzeitigen Gesundheitszustand wie Medizin wirkte. Zum Grübeln blieb nun keine Zeit mehr. Durch wochenlanges, intensives Arbeiten entstand ein umfangreicher Bericht über meine schulische Arbeit, gegliedert und angelegt wie eine Diplomarbeit. Da mir das Schreiben schon immer mehr Spaß als freies Sprechen gemacht hatte, ging die Schreibarbeit auch zügig voran.

 Doch fast wäre mein „ Erstlingswerk ” nie fertig geworden. Denn so wohl ich mich auch beim Schreiben fühlte, meine Psyche blieb krank wie bisher. Nur dem aufmerksamen Beobachten meines Mannes habe ich es zu verdanken, dass ich auch heute noch schreibe und mich an „meinem ” Buch versuche.

 Die Faschingszeit war in vollem Gange. Und Kay wollte nun nach der Trauerzeit einfach mal wieder ausgehen. Da bot sich eine Veranstaltung im Nachbarort mit Faschingsprogramm und anschließendem Tanz geradezu an. Nach einigen Überredungskünsten meines Mannes willigte ich schließlich ein. Im vollgestopften Saal herrschte eine ausgelassene Atmosphäre. Die Tische waren so dicht zusammengequetscht, dass die Kellner Mühe hatten die Durstigen zu bedienen. Ich fühlte mich äußerst unwohl. Der Lärm, die Enge, der sich vermischende Körperdunst verunsicherten mich. Aber es fiel nicht auf, wenn ich mich ganz dicht an meinen Kay kuschelte. Viel zu Trinken bekamen wir an diesem Abend nicht, doch das Programm konnte sich mit so mancher Fernsehveranstaltung messen. Die Bauchmuskeln wurden während der Darbietungen geradezu massakriert. Immer mehr Körpermief und Deodorantdüfte umkreisten die in Schweiß gebadeten Zuschauer. Als das gelungene Programm beendet war, hatte eigentlich niemand mehr so recht Lust das Tanzbein zu schwingen. Zum Erzählen war es jedoch viel zu laut. So beschlossen auch wir, uns eben in das Gedränge der Tanzenden zu begeben.

 Als ich unter den Tänzern einen Arbeitskollegen entdeckte, winkte ich ihm voller Freude zu. So ganz allmählich steckte auch mich die Fröhlichkeit der anderen an. Ich hatte das Gefühl endlich wieder aufzutauen und tauschte im Vorübertanzen mit dem erwähnten Kollegen ein paar nette Worte. Aus welchem Grund auch immer, Kay reagierte eifersüchtig und wir zankten uns beide mitten auf der Tanzfläche. So schnell wie gekommen, waren meine aber auch Kays gute Laune dahin. In eisigem Schweigen, die vorher innige Umarmung nur noch angedeutet bewegten wir uns steif nach der fröhlichen Tanzmusik.

 Da überkam mich mit voller Wucht ein überstarkes Gefühl der Einsamkeit. Ich spürte das Groteske der momentanen Situation in solcher Stärke, dass mein Umfeld wie in Nebel gehüllt erschien - als wallende Masse, die mich verhöhnend anfeixte. Nur noch einem einzigen Gedanken war ich ausgeliefert: Alles ist Lug’ und Trug’! Wir bewegen uns als seien wir fröhlich wie all’ die anderen Tänzer, obwohl Kay mir misstraut. Aber Vertrauen und Achtung sind die Grundvoraussetzungen jeder Liebe überhaupt. Also liebt er mich nicht wirklich. Ich bin allein und ungeliebt. Ehe, Familie alles ist nur Schein, nur ein Vortäuschen einer super heilen Welt. Vorgetäuscht ist alles - das ganze Leben. Ich bin allein, allein, allein! Mir schien, als würde dieser Schmerz der Einsamkeit in jedem Moment mein Herz und meine ganze äußere Hülle wie eine einzige gewaltige Detonation in tausend Stücke zerreißen. Mich von meinem Mann losreißend stürzte ich weg von dem Knäuel falscher und scheinheiliger Menschen, hinaus in die Kälte des Winterfrostes. Mit Stöckelschuhen und dünnem Kleid hastete ich die Straße entlang dem Ortsausgang zu. Nach Hause, nur nach Hause wollte ich, mich vor Sehnsucht nach Geborgenheit irgendwohin verkriechen. Die Chaussee war dunkel und menschenleer, hin und wieder vom schnellen Vorbeifahren eines Autos kurz erhellt. Immer, wenn ein PKW seine Scheinwerferstrahlen leckend über die Straße gleiten ließ, flüchtete ich mich in den angrenzenden, gottlob wasserfreien Graben. In gebückter Haltung spürte ich die grelle Helligkeit über meinen Körper huschen, ängstlich bemüht von niemandem erkannt zu werden. Mit dem verklingenden Motorenlärm stapfte ich mit schneegefüllten Tanzschuhen wieder hinaus aus dem Graben der nun stockfinsteren Fahrbahn entgegen. Ein großer Schreck erfasste mich, als plötzlich Lachen und fröhliche Wortfetzen an mein Ohr drangen. Schlagartig wurde ich mir meiner Situation bewusst: eine in beiden Orten bekannte Lehrerin in Partykleidung, trotz des strengen Winterfrostes mutterseelenallein in Richtung Heimweg. Und wieder hastete ich dem Schutz des Grabens zu. Tief schmiegte ich mich in den eisigen Schnee: „ Mein Gott, was tue ich hier, bin ich verrückt? ” Getrieben von der Absonderlichkeit meiner Gedanken, der Finsternis und der eisigen Kälte hastete ich nach Hause. Wie ein gejagtes Tier suchte ich den Schutz meiner Behausung. Mechanisch und in aller Eile entkleidete ich mich und machte mich für die Nachtruhe fertig. Vor Kälte zitternd, aber von den erschreckenden Gedanken wie gelähmt, kuschelte ich mich tief in mein Federbett. Die Leere, die unerträgliche Einsamkeit blieb. Und plötzlich wusste ich, was ich zu tun hatte. Nur ich selbst konnte diesen Zustand beenden. Der Gedanke an meine Kinder brachte mich dieses Mal nicht von meinem Vorhaben ab, sondern verstärkte den Zwang - jetzt sofort mein Leben zu beenden. Meine Gedanken sagten mir: „Nun lass’ die ständigen Ausreden, mach’ endlich Schluss! Alles ist besser als eine verrückte Mutter zu haben! ” Diese endgültige Entscheidung umhüllte mich mit einer inneren Ruhe, die jedes schmerzliche Gefühl in mir erstickte. Schon fast gleichgültig, marionettenhaft schluckte ich eine Schmerztablette nach der anderen hinunter, bis die vorher gefüllte Schachtel leer war. Unfähig noch einen Gedanken zu fassen außer: „ Ruhe, endlich Ruhe; ” ließ ich mich in die Kissen gleiten. Kurze Zeit später befand ich mich in der Welt des Schlafes, der so hoffte ich, ein endgültiger sein sollte.

 Kay, der betroffen meine Flucht zur Kenntnis genommen hatte, zunächst verärgert auf meine Rückkehr wartete, wurde schließlich von Unruhe ergriffen und machte sich auf die Suche nach mir. Da Handtasche und Mantel von mir zurückgelassen wurden, vermutete er mich in der Nähe des Tanzsaales. Alles Suchen blieb erfolglos. Schließlich schnappte er sich meine Sachen und marschierte eilig ausschreitend nach Hause. Dort angekommen fand er mich in tiefem Schlaf. Nichts deutete auf die Einnahme der Tabletten hin, weil ich sorgfältig alle verräterischen Spuren in den Nachtschrank verstaut hatte.

Doch eine innere Unruhe muss meinen Kay dazu getrieben haben mich zu wecken um mit mir sprechen zu wollen.

 Und so empfand ich es dann: Irgend etwas störte mich ununterbrochen und beständig in meiner herbeigeführten Ruhe. Schließlich erkannte ich Kay, welcher an meinem Bett stehend besorgt auf mich einredete.

Mühevoll versuchte ich zu antworten, meine Zunge gehorchte mir nicht, ich lallte irgend etwas Unverständliches und dies machte Kay nur noch besorgter. Schwach erinnere ich mich heute, dass ich schwerfällig auf einige seiner mich so störenden Fragen antwortete: „ Nein ich habe keinen anderen Mann lieb, wenn überhaupt, dann Papa Frieder. Diesen aber mag ich wie einen Vater. Doch nun ist ja alles egal, es stört mich nichts mehr. Warum nicht? Nun wegen der Tabletten. Welche ? Na, die ich geschluckt habe. Viele? Ja alle aus der Schachtel.- Ja das ist die Schachtel - ach nun lass mich doch endlich weiter schlafen. ” Aber Kay schleppte mich wie ein Kind auf dem Arm tragend ins Bad. Dort musste ich furchtbar salzig schmeckendes Wasser trinken. Ich weigerte mich, doch Kay ließ nicht locker. Wieder und wieder hielt er mir das Glas an die Lippen - bis ich mich schließlich erbrach. Diese Prozedur wiederholte mein Mann mehrmals mit mir. Während ich völlig schlapp und erschöpft in seinen Armen hing, tröstete er mich: „ So nun haben wir es wohl geschafft, dieses ganze Zeug müsste nun wieder raus sein. ”   Kaum, dass er mich ins Bett gleiten ließ schlief ich schon wieder fest ein. Doch für Kay wurde es eine schlaflose Nacht. Besorgt überwachte er Stunde für Stunde meine Atmung.  Zum Grübeln und Nachdenken blieb ihm dabei aber dennoch genügend Zeit.

 Spät am Nachmittag des folgenden Tages erwachte ich mit einem riesigen Brummschädel. Beschämt erinnerte ich mich - die Kopfschmerzen stammten nicht vom Alkohol . Voller Scheu blinzelte ich zu Kay, welcher sich zu mir ans Bett gesetzt hatte und meine Hand streichelte. Musste ich mit unangenehmen Konsequenzen nach dieser, mir nun furchtbar peinlichen Kurzschlusshandlung des gestrigen Tages rechnen? 

 Doch Kay umsorgte mich in inniger Liebe. Als ich zaghaft meinte: „Da habe ich wohl etwas ziemlich Dummes gemacht? ”, nahm er  mich in die Arme und sagte leise aber bestimmt: „ Jetzt versuche mal den gestrigen Tag zu vergessen und erhole dich erst einmal. Wir werden später darüber reden, damit ich deine Beweggründe verstehe und wir eine Wiederholung verhindern können. Glaube mir, wir beide bekommen das schon in den Griff, mein Schatzilein.”

 Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen, hatte ich doch befürchtet, mein Mann würde mir dringend raten den Stationsarzt des Fachkrankenhauses aufzusuchen. Aber allein schon bei dem Gedanken dort nochmals ein halbes Jahr Therapiezeit verbringen zu müssen, sträubten sich mir die Haare. Stationär wollte ich nie wieder in dieser Einrichtung untergebracht werden.

 

Ab sofort kann der Buchtitel bei Amazon.de bezogen werden, Preis: 18,40 Euro zuzüglich Versandkosten

Von diesem Buch wurden uns einige handsignierte Exemlare zur Verfügung gestellt, welche Ihr gleich hier bei uns bestellen könnt. Das Geld wird zur Finanzierung dieser Homepage und des Forum's verwendet. (20,00 Euro incl. Versandkosten) 

 

 

 

In meinem 7. Lebensjahr begann mein sexueller Missbrauch - mit 16 Jahren hatte ich die Kraft und den Mut, dem Täter mit der Polizei zu drohen und so den Alptraum zu beenden. Dennoch begleitete u. quälte er mich ein Leben lang.
In meinem 7. Lebensjahr begann mein sexueller Missbrauch - mit 16 Jahren hatte ich die Kraft und den Mut, dem Täter mit der Polizei zu drohen und so den Alptraum zu beenden. Dennoch begleitete u. quälte er mich ein Leben lang.

 

                                                   ***

 

 

Jede Familie kann es treffen!!!

Täter schuf nicht der Satan, sondern in ganz wesentlichem Maße, die Menschen, die ihn angeblich liebten!!!

Was sagen häufig die Mütter von Tätern über die Kindheit ihrer Söhne?

**************************************************??????
Als Kind war mein Sohn artig, ja eher schüchtern!!!!
Ich verstehe gar nicht, wieso er soooo werden konnte.

Dann will ich es Euch sagen und dann sagt mir, wer von Euch der Mörder dieser Kinder werden will.

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Bemerkungen zur Entwicklung eines Täterprofils zum sexuellem Kindes-Missbrauch
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Sexualtäter werden öffentlich häufig als Pädophile bezeichnet. Doch das ist falsch. Pädophilie ist eine genetisch bedingte Krankheit, die zwar die Neigung zu Kindern beinhaltet, die Betroffenen jedoch bei Weitem nicht immer zu Tätern werden lässt. Während Pädophile immer häufiger aus eigenem Antrieb eine Sexualberatungsstelle aufsuchen, sind dazu Missbrauchstäter, die nicht an Pädophilie erkrankt sind bzw. die noch weitere psychisch belastende Symptome aufweisen, dazu keinesfalls bereit. Ihre sexuellen Bedürfnisse an Kindern sind also mit weiteren Grundvoraussetzungen als nur denen der genetisch bedingten Veranlagung sich Kindern zuzuwenden, gekoppelt.

Dieser Entwicklungsprozess zu einem Kinderschänder, der bei jedem Täter unterschiedlich verläuft, zeigt aber dennoch stets einige der Voraussetzungen, die ich jetzt aufzeigen und Ihnen kurz erläutern möchte.
Denn nur dann, wenn wir auch wissen, welches die häufigsten Ursachen für einen derartig anormalen Entwicklungsprozess sind, werden wir in die Lage versetzt, dagegen bereits vorab etwas tun zu können.

Und da gibt es ganz auffallende und immer wiederkehrende Ursachen bzw. Gründe. Zunächst MUSS eine Veranlagung vorhanden sein, dass der Täter das Leid, welches er dem Kind zufügt, nicht mehr als dieses schlimmste Geschehen wahrnehmen kann. Entweder entsteht dieses völlige Fehlen eines gesundes Einfühlungsvermögen infolge einer Erbanlage oder der Täter ist durch eigene schwerste Erlebnisse dieser Art bereits während der Kindheit so stark traumatisiert worden, dass dieses Einfühlungsvermögen durch eigenes Leid völlig verschüttet wurde.

Deshalb sind relativ häufig frühere Opfer im späteren Leben ebenfalls Täter. Allerdings trifft dies bei WEITEM NICHT SO oft zu, wie man lange Zeit annahm.
Zu dieser Erbanlage, kein Einfühlungsvermögen gegenüber anderen Menschen zu besitzen, wie man dies am Typischsten bei den sogenannten Egoisten feststellen kann, muss aber noch ein weiterer Faktor hinzukommen. Denn bei Weitem nicht jeder Egoist wird gleichzeitig auch ein Missbrauchstäter.

Aber wie uns Allen bekannt ist, prägt die Umwelt den Menschen und zwar am Intensivsten in der Zeit der Persönlichkeitsentwicklung, also in der Kindheit.
Wenn das Kind während dieser Zeit aus welchen Gründen auch immer menschliche Nähe, Zuneigung, Achtung, Liebe und Geborgenheit vermissen muss, und dies kann sowohl in asozialen Verhältnissen, als auch in völlig unauffälligen Familien oder auch in Familien, die sich öffentlich besonders präsentieren der Fall sein, dann entsteht für das gesamte spätere Leben ein Geborgenheits-Defizit.


Wir erkennen hier also einen ganz wichtigen Faktor, ob sich Kinder zu Tätern entwickeln können, den wir zu beeinflussen in unserer Hand haben und keinesfalls unterschätzen sollten. Bei jugendlichen oder sogar schon in der Kindheit gestellten Straftätern stellt das familiäre Umfeld für die zukünftige Täter / Opferbetreuung die Grundlage der Therapiekonzeption dar. Es stellt sich dabei stets die Frage: Geht man im Familienkreis liebevoll miteinander um - oder werden die Kinder häufig angebrüllt, gedemütigt, psychisch oder körperlich verletzt????
Haben die Täter / Opfer eine Vertrauensperson im Familienkreis? Wird bei mehreren Kindern eins der Kinder bevorzugt oder häufig vor den anderen gedemütigt?

Diese beiden Merkmale - also 1. die Erbanlage, das Leid anderer nicht spüren zu können und auch Freude daran zu haben, andere Lebewesen zu quälen und 2. In einem lieblosen, gefühlskalten und egoistischen Elternhaus aufzuwachsen, können wir erst einmal als Grundvoraussetzungen nennen, die zur Täterentwicklung führen können.

Doch auch die von diesen Voraussetzungen betroffenen Personen werden bei Weitem nicht alle zu Missbrauchstätern.
Entscheidend ist zusätzlich eine Beeinflussung durch die ganz individuellen Persönlichkeitsmerkmale, derer es bekanntermaßen sehr viele gibt - wie zum Beispiel: ////ein Duckmäuser sein, also: Feigheit vor Stärkeren und sich deshalb immer an Schwächeren rächen, die ja eigentlich gar nichts dafür können // sich immer und überall persönliche Vorteile beschaffen, egal ob man dadurch andere verletzt oder nicht // es genießen, Schwächere zu quälen.... und weitere ähnliche Wesensmerkmale.

Doch selbst beim Vorhandensein all dieser Voraussetzungen muss ein Mensch nicht zu einem Kinderschänder werden. Denn schließlich entscheiden im Erwachsenenalter letztendlich auch noch alle Bereiche, die auf den nun zum Mann herangereiften und seit der Kindheit gefährdeten Menschen Einfluss auf dessen jetziges Verhalten nehmen: wie das derzeitige Umfeld, der jetzige Freundeskreis und natürlich ebenfalls der Arbeitsbereich. Keinesfalls zu unterschätzen sind auch die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse des Gefährdeten und können ebenfalls entscheidend bei der Herausbildung eines typischen Täterprofils wirksam werden.

Und abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass die Veranlagung sich zu Kindern hingezogen zu fühlen, keinesfalls zwingend für die Entwicklung eines Kinderschänders ist. Aber den eigenen Frust, die Wut oder die Feigheit wie man es auch immer nennen will, an den Schwächsten auszuleben, sind immer ein Anzeichen dafür. Freude daran zu haben, seine eigene Stärke auch einmal ausleben zu können, da man aber feige ist, dazu immer nur die Schwächsten zu benutzen, das ist ein ganz entscheidender Hinweis dafür, dass in dieser Person die emotionale Persönlichkeitsentwicklung schwer gestört ist. Und spätestens dort nicht einzugreifen bedeutet: WIR verpassen die letzte Chance, um zukünftigen Missbrauch verhindern zu helfen!!!!


Ganz sicher habe ich noch einige Faktoren, die weiterhin eine wichtige Rolle bei der Täterentwicklung spielen nicht erwähnt.

Wie man unschwer erkennen konnte, sind ein Großteil, der sich so entwickelten Sexualtäter genau genommen ebenfalls ganz arme Schweine, bei denen man versäumte, beizeiten entsprechende Therapiemaßnahmen zu ergreifen. Bei diesen Tätern ist eine langfristig ausgelegte Therapiezeit durchaus sinnvoll und erfolgsversprechend. Voraussetzung ist allerdings eine fachlich ganz speziell angepasste Therapieform, die von Experten ausgeführt werden muss. Insbesondere gilt es, ein emphatisches Verhalten, also ein einfühlsames Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber herauszubilden. Eine vorzeitige Entlassung aus dieser Verwahrungsart dürfte es meiner Meinung allerdings keinesfalls geben, allenfalls kann der erfolgreich Therapierte in Bereiche integriert werden, wo er noch unter Verwahrung steht, aber einer sinnvollen Betätigung nachgehen kann, welche seine neu entwickelten Verhaltensmuster noch weiterhin festigen.

Aus den oben erläuterten Ursachen und Voraussetzungen zur Entwicklung eines sexuellen Täterprofils wird aber auch klar ersichtlich, dass ein Therapieren nicht immer erfolgreich verlaufen wird. In diesen Fällen muss es Pflicht des Staates sein, die übrige Bevölkerung vor dem Täter zu schützen und nicht umgekehrt wie es gegenwärtig leider viel zu oft praktiziert wird. So wird meines Erachtens derzeit eine bewusste Gefährdung der Bevölkerung in Kauf genommen, weil die vom Täter ausgehende Gefahr oft völlig ignoriert wird. Und dies geschieht zugunsten einer falschen Anwendung der Menschenrechte, die in Missbrauchsfällen nur FÜR den Täter eingesetzt wird.

Diese gleichen Forderungen stelle ich auch in meiner Petition: „Härtere Strafen gegen Kinderschänder." Das Härtere bezieht sich insbesondere auf ausreichend lange und somit erfolgreicher durchzuführende Therapiemaßnahmen. Desweiteren fordere ich in der Petition ein pflichtbewussteres Herangehen an sexuelle Straftaten durch unsere Rechtssprecher, die man meines Erachtens bei Fehlentscheidungen genau so in die Verantwortung nehmen sollte, wie dies bei Ärzten, Lehrern und den meisten weiteren Berufsständen schon lange zur Selbstverständlichkeit geworden ist.



Als Schlussbemerkung möchte ich Ihnen noch Folgendes vor Augen führen:
Ein Trauma nach einem sexuellen Kindesmissbrauch wird von Experten genau so schwerwiegend eingeschätzt, wie ein Trauma, unter welchem Heimkehrer nach Kriegen ausgesetzt sind.
Das bedeutet für Opfer von Gewalt und sexuellem Kindesmissbrauch ebenfalls wie bei diesen Kriegsheimkehrern, sich in ihrem weiteren Leben mit zerbrochener Psyche sowie daraus entwickelnden körperlichen, chronischen Krankheiten abquälen zu müssen.

    

 
Stoppt Gewalt gegen Kinder Forum.jpg    

http://contra-dem-schmerz.de/800x600/geschwister.htm

 

 

Siehe auch hier: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=judith+dagota&x=14&y=17